Ein Leben im Zeichen der Kommunalpolitik

Der Geehrte im Kreis der Familie bei der Feier im Rathaussaal: Bürgermeister Albert Hadersbeck. In der ersten Reihe links Tochter Susanne und Ehefrau Gabi, rechts Mutter Felicitas und Sohn Franz.
Fotos: Rolf Wieland
Gruppenbild mit den bei der Verleihung anwesenden bisherigen Trägern des Goldenen Ehrenringes. Von links Josef Reich, Albert Herrmann, Sepp Reich, Richard Kögl, Albert Hadersbeck, Msgr. Alois Linder, Hans Deschler und Willi Ostler.


Zur Verleihung des Ehrenringes hieß Sepp Reich zunächst Albert Hadersbeck mit Ehefrau Gabi und die Familienangehörigen willkommen: die Töchter Susanne und Birgit mit ihren Ehemännern Oliver und Wolfgang, Sohn Franz und die Mutter Felicitas Hadersbeck, Schwester Angelika Engstle mit ihrem Ehemann Franz sowie Bruder Christian mit Ehefrau Antje.

Auch begrüßte er die Ehrenringträger. Dies sind Ute Baar, Richard Kögl, Josef Reich, Albert Herrmann, Monsignore Alois Linder (Roßhaupten), Hans Deschler und Willi Ostler. Nach einer Gedenkminute für die verstorbenen Ehrenringträger und ehemaligen Gemeinderäte wandte sich Sepp Reich, der selbst ebenfalls bereits den Ehrenring verliehen bekommen hat, an den Bürgermeister. Er zeichnete den kommunalpolitischen Werdegang nach und erwähnte die außerordentlichen Leistungen.

Mehr als 41 Jahre ist Hadersbeck in der Kommunalpolitik tätig; 24 Jahre als Gemeinderat, wovon er von 1990 bis 2002, also zwölf Jahre lang, als zweiter Bürgermeister dem damaligen ersten Bürgermeister Georg Thoma zur Seite stand.

Im Jahr 2002 wurde Hadersbeck bei einem Gegenkandidaten zum 1. Bürgermeister gewählt, wo er, wie Sepp Reich schilderte, durch die stete Ansprechbarkeit für jeden und für freundliche, anpackende, vorbildliche und diplomatische Art fortan drei Perioden lang zur Kontinuität in der Gemeindeentwicklung beitragen hat. Das verdiene hohen Respekt und besondere Anerkennung.

Überzeugende Wahlergebnisse
"Deine ausgeprägte Fachkompetenz, deine Überzeugungskraft und dein weit über das Maß hinausgehender Einsatz für das Wohl der Gemeinde brachten dir bei den Wahlen überdurchschnittliche Ergebnisse, sowohl bei deinen Wiederwahlen zum 1. Bürgermeister als auch bei den Wahlen zum Kreisrat für Weilheim-Schongau." Hadersbeck habe sich durch großes Können, durch politisches Geschick, Hartnäckigkeit, Zielstrebigkeit, Fleiß und nimmermüden Einsatzwillen für die Gemeinde und über die Landkreisgrenze hinaus einen Namen gemacht, sagte Sepp Reich in der Laudatio.

Dann listete er einige Projekte auf, die auf den Weg gebracht wurden.
Die Dorferneuerung in Altenstadt und Schwabniederhofen,
die Flurneuordnung in Schwabniederhofen,
die Renovierung des Kindergartens,
die Umfunktionierung der früheren Teilhauptschule zum Bürgerzentrum,
die Renovierung und den Umbau des Rathauses,
die Schaffung von Bauplätzen in Altenstadt und Schwabniederhofen
schnelles Internet für Altenstadt und Schwabniederhofen,
- den Stromtrassenstreit zur 110 kV-Leitung mit Schwabbruck samt geschickten
        Verhandlungen mit der LEW und den Grundstückbesitzern,
der Hochwasserschutz, wo - so Reich - zwischenzeitlich noch mehr an Überlegungen und
  Maßnahmen notwendig wäre,
der Einsatz als "Motor" zur Schaffung eines Mittelzentrums mit Altenstadt, Schongau und
Peiting, wo noch viele Gespräche mit den Bürgermeistern anstehen und die dann ab 2020
vom neu zu wählenden Bürgermeister weiter zur Realisierung umgesetzt werden müssen.

Auch darauf wurde in der Laudatio zurückgeblickt: Als im Jahre 2011 nach einer Bundeswehrstrukturreform die Fallschirmsprungausbildung von Altenstadt nach Oldenburg verlegt werden sollte, waren in der Gemeinde alle besorgt, was in Zukunft auf die Garnisonsgemeinde zukommt. Mit Unterstützung Reichs war Hadersbeck in zahlreichen Gesprächen mit Bundestagsabgeordnetem und Ehrenringträger Alexander Dobrindt und den politischen Entscheidungsträgern die treibende Kraft, die ausgezeichneten Voraussetzungen des Standortes und der Bevölkerung so darzulegen, dass Altenstadt nochmals in die Überlegungen des Verteidigungsministeriums mit einbezogen und somit erhalten wurde. Reich: "Dies alles lieber Albert, ist das Ergebnis deiner erfolgreichen Arbeit."

Hadersbeck habe auch Weitblick und Menschlichkeit bewiesen und wichtige Weichen für die Weiterentwicklung unserer Gemeinde gestellt. Leidenschaft in der Sache, Augenmaß und Verantwortungsbewusstsein seien die Grundlage der politischen Entscheidungen gewesen.deine große Stärke, unterschiedliche Perspektiven zusammenführen zu können, das Gemeinsame zu finden und nicht das Trennende zu betonen. Auch die Gabe, über Parteigrenzen hinweg verlässliche und belastbare persönliche Bindungen zu schaffen, erleichtere die Bürgermeisterarbeit wesentlich.

Der Gemeinderat hatte in der Sitzung am 25. Juni einstimmig beschlossen,  dieses nachhaltige persönliche Engagement des ersten Bürgermeisters Albert Hadersbeck mit der höchsten Auszeichnung der Gemeinde Altenstadt, dem Goldenen Ehrenring, zu würdigen.

Bevor es zum Buffet ging, erfolgte noch der Eintrag ins Goldene Buch der Gemeinde. Ehefrau Gabi Hadersbeck wurde mit einem Blumenstrauß bedacht.