Wen Bürgermeister Hadersbeck zum Festabend begrüßte

Bürgermeister Hadersbeck. Foto: Wieland

Eine Reihe von Ehrengästen konnte Bürgermeister Hadersbeck bei diesem Festabend willkommen heißen. Aus zeitlichen Gründen begrüßte er nur einige Ehrengäste namentlich. Besonders hieß er willkommen die Ehrenringträger der Gemeinde Ute Baar, Albert Herrmann, Richard Kögl, Monsignore Alois Linder, Josef Reich, Willi Ostler, und zweiten Bürgermeister Sepp Reich.

Anwesend waren  von der evangelischen Kirchengemeinde Pfarrerin Julia Steller und der neu installierte Schongauer Pfarrer Jost Herrmann; von der katholischen Kirchengemeinde Pfarrer Karl Klein und Prälat Johann Frieß.

Ein besonderer Gruß galt den Bürgermeisterkollegen aus den Nachbargemeinden der VG: dem VG-Vorsitzenden Bgm. Xaver Fichtl (Ingenried), Bgm. Norbert Essich (Schwabbruck), Bgm. Guntram Vogelsgesang (Hohenfurch). Zudem der 2.Bürgermeister der Stadt Schongau, Tobias Kalbitzer. Hadersbeck zu Kalbitzer: "Tobi, Du hast ja vor einigen Jahren für kurze Zeit in Altenstadt gewohnt und daran sicher noch gute Erinnerung und eine gute Beziehung zu unserer Gemeinde und soweit ich weiß, hast Du Dich hier sehr wohl gefühlt."

Präsent waren die Vertreter des Bundeswehrstandortes: OTL Udo Franke, Kommandeur des Ausbildungsstützpunktes für Luftlande und Lufttransport, sowie OTL Roland Pietzsch, Kommandeur für das FA/UA-Ausbildungsbataillon.

Ein Grüß Gott entbot Hadersbeck auch Anja Mross (Rektorin Grundschule) und Christian Karlinger (Förderzentrum) sowie der Leiterin des Kindergartens, Helene Weinmann, aber auch den ehemaligen Schulleitern Peter Paul Kulot und Manfred Karlinger.

Die Akteure aus dem Arbeitskreis Archiv
Hadersbeck weiter: "Es freut mich ganz besonders, dass ich auch alle Akteure unseres Arbeitskreises Archiv heute begrüßen darf: Frau Renate Seelig Herr Heinz Dobija, Herrn Herbert Hör, Herrn Dieter Marczinek, Herrn Walter Ott, Herrn Rolf Wieland, Herrn Claus Wolf. Sie haben sich in besonderer Weise um unsere Gemeinde verdient gemacht."

Abschließend erwähnte der Rathauschef noch alle Vorstände und Vertreter der Vereine und Organisationen und die Mitarbeiter der Gemeinde und VG-Verwaltung.

Zum Jubiläum sagte Hadersbeck: "Als der bayerische König Max I. am 17. Mai 1818 denkwürdige Gemeindeedikte erlassen hatte, war das der Beginn der Kommunalen Selbstverwaltung, die sich in den vergangenen 200 Jahren dann ständig weiter entwickelt hat.

Mit den Gemeindeedikten wurden Städte und größere Gemeinden zu Munizialgemeinden zusammengefasst. Daneben wurden auf dem Land Ruralgemeinden (ab 1835 Landgemeinden) gebildet, die einen Gemeindevorsteher an der Spitze hatten.

Für die Gemeinde Altenstadt bedeutete dies die Loslösung als Stadtteil der Stadt Schongau. Den Gemeinden wurde damit die Zuständigkeit, aber auch die Verantwortung für die Organisation wichtiger Lebensgrundlagen der örtlichen Bevölkerung übertragen. In der weiteren Entwicklung bis heute z.B. die gesamte Infrastruktur bei Wasser, Abwasser und im Gemeindestraßen- und -Wegebereich, beim Brandschutz, als Sachaufwandsträger für die Betreuung der Kinder von der Krippe bis zur Schule, im Friedhofswesen, in der Vermögens- und Finanzverwaltung usw.

Der Eine oder Andere wird sich nun vielleicht fragen, wenn denn das Gemeindeedikt im Mai 1818 erlassen wurde, warum feiern wir dann diesen Meilenstein in der kommunalen Selbstverwaltung erst im Oktober?

Dafür gibt es eine verständliche Erklärung. Genauso wie es bei heutigen Gesetzesentscheidungen in der Regel einen Vorlauf für die notwendige verwaltungstechnische Bearbeitung gibt, musste dieses Edikt erst organisatorisch umgesetzt werden. Dafür spricht auch, dass in unseren Archiven erste Verwaltungs-unterlagen ab Oktober 1818 vorhanden sind und die erste Gemeinderechnung aus der Zeit vom 1.Oktober 1818 bis 30.9.1819 vorliegt. Auch von dem ersten Ortsvorsteher Herrn Anton Schuster sind Unterlagen erst im Oktober 1818 vorhanden."

Über die historischen Umstände und Begleiterscheinungen, so Hadersbeck, kann jedoch ein fachkundiger und versierter Historiker viel besser informieren. Darum sei es eine große Ehre, Dr. Karl Pörnbacher zu begrüßen, der in Begleitung seiner Frau und Tochter bei diesem besonderen Festabend anwesend war. "Das gibt dem Festabend eine besondere Note."

Vorstellung des neu erstellten Buches „200 Jahre Altenstadt und Schwabniederhofen“
Hadersbeck: "Als wir vor zirka zwei Jahren im Gemeinderat und mit verschiedenen örtlichen Gruppen diskutierten, wie wir denn bei unserer Bevölkerung die 200-jährige Selbstständigkeit der Gemeinde im Jahr 2018 in Erinnerung bringen wollen, haben sich die ehrenamtlichen Mitarbeiter unserer örtlichen Archivgruppe entschlossen, dies auch durch einen eigenen Beitrag zu unterstützen. Es wurde über eine eigene Ausstellung diskutiert. Dann aber war man schließlich der Meinung, dass eine schriftliche Ausarbeitung eines Rückblicks auf diese 200 Jahre für die Bürger nachhaltiger ist. Aus dem vorgesehenen kleinen Rückblick hat sich im Laufe der vergangenen zwei Jahre durch akribische und mühevolle Arbeit und Recherchen, mit zahlreichen Besprechungen und Terminen ein mehr als ansehnliches Werk entwickelt.

Die schriftlichen Ausführungen mit den zahlreichen Bildern vermitteln sehr anschaulich wesentliche Eckpunkte der Gemeindeentwicklung in den vergangenen 200 Jahren. Hadersbeck: "Ich möchte aber ausdrücklich, auch auf Wunsch der Arbeitsgruppe, betonen, dass es sich ..... keinesfalls um eine Chronik handelt. Dafür wären ganz andere Kriterien notwendig. Aber das schmälert das Engagement aller Mitarbeiter der Archivgruppe in keiner Weise. Dieses ehrenamtliche Engagement, ohne jede finanzielle Zuwendung oder Beteiligung an dem Verkaufserlös des Buches, verdient besondere Würdigung. Sehr geehrte Frau Seelig, sehr geehrte Herrn, Sie haben sich in besonderer Weise um unsere Gemeinde verdient gemacht ..."

Hadersbeck wies schließlich noch auf die Power-Point-Präsentation „Unser Dorf in alten Ansichten“ im Besprechungsraum hinter dem Bürgertreff hin.